Keine Frage, die ersten Monate der großen Koalition unter Friedrich Merz lassen für die kommende Zeit wenig Positives erwarten. Der „Wohnungsbauturbo“ ist ein Rohrkrepierer, wie auch die Sanierungsversprechen für Bahn, Brücken oder Schulen. Die entscheidenden Weichenstellungen für den Verfall vormals recht gut funktionierender Infrastrukturen finden sich allerdings bei den Vorgängerregierungen.
Laut aktuellen Konjunkturdaten kriecht die deutsche Wirtschaft auf dem Zahnfleisch, und es droht ein massiver Stellenabbau. Hohe Energiepreise, verschlafene technologische Entwicklungen sowie ebenso verschlafenes Führungspersonal stoßen auf verrottende Infrastrukturen, wie z. B die rund 4.000 sanierungsbedürftigen Autobahnbrücken, die in den kommenden 10 Jahren wieder befahrbar gemacht werden sollen. Kaum angekündigt, wurde das Versprechen von den Realitäten aber auch schon wieder eingeholt. Geld allein repariert keine Brücken. Wie das wirtschaftsnahe Institut der Deutschen Wirtschaft feststellt, fehlen Tausende Ingenieure, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Das gleiche Institut weist darauf hin, dass 84% der Unternehmen die marode Verkehrsinfrastruktur als wirtschaftliche Belastung wahrnehmen.

